Freitag, 18 Januar 2019

Klaus Aulenbacher scheinbar völlig von der Rolle

KPMG haftet nicht für Europäisches Branchenkompetenzzentrum für die Gesundheitswirtschaft

von PROSPERIA-LAURINA-REDAKTEUR  Leif Koehnekamp Finanzen Mittwoch, 23 Oktober 2013 22:43
KPMG haftet nicht für Europäisches Branchenkompetenzzentrum für die Gesundheitswirtschaft
Quelle: www.eubkzgw.eu

Berlin - Das Europäische Branchenkompetenzzentrum für die Gesundheitswirtschaft könnte 2013 noch zur skurrilen Anekdote in der deutschen Finanzwirtschaft verkommen. Der in Vereinsform organisierte Dienstleister im Gesundheitswesen um den Kaufmann Klaus Aulenbacher (Jahrgang 1967) wirbt über den Fondsfinanz Maklerpool Anlegergelder zu scheinbar lukrativsten Konditionen ein. Doch die Sicherheit dieser Kapitalanlage sollen angeblich Vereinsmitglieder wie die renommierte KPMG oder auch Krankenhausgesellschaften gewährleisten. Zumindest verspricht Klaus Aulenbacher, der in diesem Netzwerk für fast alles verantwortlich Zeichnende, dies den Vertriebspartnern, wenn sie seine Anlageformen für das Europäische Branchenkompetenzzentrum für das Gesundheitswesen feilbieten.

Nun haben wir schon wiederholt in der Berichterstattung unserer Redaktion nachgewiesen, dass Klaus Aulenbacher beinahe nur wackelige Firmenkonstrukte seltsamster Provenienz stützen. Sein "Fauxpas" um die Hospital International Limited sei hier beispielgebend genannt. Und namhafte Krankenhausgesellschaften sind in der haftenden Struktur bislang nirgends zu finden. Es blieb die Hoffnung der Kapitalanleger, die doch so namhafte Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG stünde bei nicht unwahrscheinlichen Totalausfällen im Europäischen Branchenkompetenzzentrum für die Gesundheitswirtschaft als Haftungsnetz parat. Doch das war möglicherweise immer nur ein Märchen. Oder diese Hoffnung hat sich zumindest zuletzt zerschlagen. KPMG hat sich als haftendes Vereinsmitglied verabschiedet, wie dies auch der Informationsdienst Saguntum.de am 21. Oktober 2013 in einem Interview mit Klaus Aulenbacher aus dem Kaufmann als Aussage herauskitzelte. Der Austritt der KPMG habe sich schon länger abgezeichnet, gesteht Klaus Aulenbacher im Interview ein.

 

Dagegen stellt Klaus Aulenbacher dar, dass nun das Europäische Kompetenzzentrum für die Gesundheitswirtschaft aus den angeblich erwirtschafteten Gewinnen in Haftung tritt. Doch nachzuweisen sind solche Gewinne noch nicht. Und selbst wenn diese sprudeln sollten, ist die Haftung von KPMG und Krankenhausgesellschaften für die ugs. "Klaus-Aulenbacher-Anleihe" eine unhaltbare Mär.

 

Das Europäische Branchenkompetenzzentrum für die Gesundheitswirtschaft wird bis dato von einigen substanzarmen Firmchen gestützt, die mitunter von Amts wegen auch mal gelöscht werden, weil der Vorlagepflicht der Jahresbilanzen nicht nachgekommen wird. Weniger Substanz geht wohl kaum noch!

Hinterlasse einen Kommentar

 

  • Jan Schneider
    Samstag, 11 Oktober 2014 14:55

    ich glaube, dass das gleiche wie mit Prokon geschehen wird!

  • Mr. Fauxpas
    Donnerstag, 07 November 2013 14:43

    http://www.test.de/Nachrangdarlehen-Geschaefte-mit-Krediten-4608514-0/

    Ist Klaus Aulenbacher als Geschäftsmann womöglich ein einziger "Fauxpas"?

  • Patrick Ott
    Donnerstag, 24 Oktober 2013 10:52

    Das ist für viele Makler, die über die Fondsfinanz arbeiten, eine erschreckende Info. Die Kernfrage ist jetzt - nachdem das erste paritätische Darlehen ja offensichtlich voll ausgereicht wurde und gerade ein zweites Darlehen aufgelegt wurde: war die KPMG richtiges Mitglied (laut Handelsregisterauszug ist sie es noch, und damit Vollhafter) bisher? Dann müsste sie auch für alle bisher ausgereichten Darlehen im Hintergrund weiterhin haften, auch wenn sie jetzt ausscheidet. Oder ist irgendwas mit dieser "Mitgliedschaft" in der Interessenvereinigung nicht ganz koscher? Und was ist mit den wenigen anderen Mitgliedern der Interessenvereinigung, Medicus GmbH, RA Andre Kleinheisterkamp oder die schweizer BS Backup Suisse AG... sind die wirtschaftlich stark genug, um bei einem theoretisch immer möglichen Totalausfall der Darlehen in die Haftung zu gehen und die Darlehensgeber zu befriedigen? Ohne KPMG stellt sich für den Makler/Vermittler die Risiko-Evaluierung der Anlage ja gleich ganz anders dar - darauf muss es Antworten geben. Bin gespannt, bitte recherchieren Sie weiter dazu!

 Anzeige

 Anzeige