Donnerstag, 13 Dezember 2018

Die Irrungen und Wirrungen der Dagmar Metzger

AfD-Pressesprecherin scheitert mit "Kolibri"-Stiftung auf Parteitag in Aschaffenburg

Politik Montag, 03 Februar 2014 14:28
Dagmar Metzger Dagmar Metzger
Bildquelle: AfD

- ein Kommentar von Dettleff W. Schilde -

Aschaffenburg - Man mag für die Sache der AfD (Alternative für Deutschland) viel an Sympathie empfinden, Empathie für die AfD-Pressessprecherin Dagmar Metzger aufzubringen, ist zur Zeit fast unmöglich. Über einen sehr langen Zeitraum versuchte die schwäbische PR-Unternehmerin (Wordstatt) Dagmar Metzger den Willen der breiten Basis innerhalb der AfD zu unterlaufen und, quasi nur am Rockzipfel von AfD-Bundessprecher Bernd Lucke hängend, eine Art modernen Kardinal Richelieu beim Parteiaufbau zu geben. Sie ist, das kann man jetzt schon sagen, gescheitert!

Sicherlich gelang es Dagmar Metzger eine Zeit lang als durchaus wirkungsvolle Einflüsterin von Bernd Lucke und Frauke Petry zu wirken. Sie lancierte ihre libertären Freunde aus "Kolibri" so geschickt in die AfD, dass die Hoffnungsbewegung freiheitlicher und konservativer Wähler in Deutschland auf einmal eine Art liberalere FDP werden sollte. Bernd Lucke, eigentlich ein guter Mann, verlor seinen inneren Kompaß. Natürlich ist es vernünftig mit so bekannten und respektierten Persönlickeiten wie Ex-BDI-Chef Hans-Olaf Henkel auch liberale und von der FDP enttäuschte Wähler für die AfD gewinnen zu wollen. Doch in der Basis ist die AfD konservativ und freiheitlich.
 
Dagmar Metzger, eine intelligente Frau, hätte früher erkennen müssen, dass sie ein rotes Tuch für die konservativen und freiheitlichen Strömungen innerhalb der AfD war und für eine wohl überschaubare Zeit noch ist. Einen Brückenschlag zu den "Rechten" hätte ihre Position innerhalb der neuen Partei sicher gestärkt. Doch an Selbstverblendung leidend, erhoffte sie sich in einer Art Schweinsgalopp mit der AfD nahen Stiftung "Für Freiheit und Vernunft" unentbehrlich zu machen. Dieser Versuch die Delegierten auf dem Parteitag in Aschaffenburg zu überrumpeln und eine auf Dagmar Metzger zentrierte Stiftung zu schaffen, ist krachend gescheitert. Dagmar Metzger, die Partei intern sich den wenig schmeichelhaften Spitznamen "die Metzgerei", "die Schlächterin" bei nicht wenigen Mitgliedern erworben hat, galt lange Zeit als diejenige, die auch mal schnell brisante Details über das Vorleben ihr nicht genehmer AfD-Konkurrenten zur Presse durchstach. Gute Kontakte zur schreibenden Zunft hatte Dagmar Metzger ja. Schade, dass sich Focus online nur aufgrund der verfrühten Jubelmeldungen von Dagmar Metzger und ihrem Intimus Steffen Schäffer zu dem peinlichen Text hinreissen ließ, dass die AfD diese "Kolibri"-Stiftung bereits gegründet habe.
 
Politik ist keine Séance. Mit Hokuspokus gegen verdiente AfD-Mitstreiter und Einflüsterung bei den Parteisprechern allein kann man langfristig nicht bestehen. Es wäre schön, würden Dagmar Metzger und Steffen Schäfer wieder zurück zur Grundidee der AfD kommen und gemeinsam auch mit den "Rechten" eine erfolgreiche Alternative für Deutschland schmieden. Deutschland braucht eine solche Alternative und die AfD braucht intern Frieden und Zusammenhalt.
 
Der Ball liegt bei Ihnen Frau Metzger!

Hinterlasse einen Kommentar

 

 Anzeige

 Anzeige