Donnerstag, 21 März 2019

Turtschynow in das Massaker von Odessa verstrickt?

Französischer Journalist bringt neue Einzelheiten ans Tageslicht

von PROSPERIA-LAURINA-REDAKTEUR  Jens Hastreiter Politik Dienstag, 27 Mai 2014 12:06

Berlin - Am 2. Mai kam es im Gewerkschaftshaus von Odessa zu einer Brandkatastrophe, in deren Verlauf nach ersten Meldungen rund 40, nach späteren Meldungen weit über hundert Menschen das Leben verloren. In deutschen Medien waren über die Katastrophe widersprüchliche Meldungen zu hören, bis hin zu der Nachricht, „patriotische Fußballfans" hätten sich an den Ausschreitungen beteiligt.

Inzwischen sind dank unabhängigen Recherchen weit mehr Einzelheiten bekannt geworden. Eine außerordentlich aussagekräftige Zwischenbilanz veröffentlichte dieser Tage der unabhängige französische Journalist Thierry Meyssan, der vor Jahren u.a. durch eine detaillierte Studie zum 11. September 2001 bekannt geworden ist.

Meyssan ruft einige brisante Details in Erinnerung, die in westlichen Medien bislang nicht thematisiert wurden:

  • Das Massaker wurde generalstabsmäßig und unter Beteiligung hoher Funktionäre der Kiewer Putschisten-Regierung geplant; das entscheidende Planungstreffen leitete kein geringerer als der ukrainische Übergangs-„Präsident" Olexandr Turtschynow.
  • Federführend beteiligt war darüber hinaus der israelisch-„ukrainische" Multimilliardär Ihor W. Kolomojskyj, der persönlich bewaffnete Kräfte aus Dnjepropetrowsk für das Massaker in Odessa zur Verfügung stellte und die Bezahlung einer Kopfprämie von 5000 US-Dollar für jeden ermordeten pro-russischen Aktivisten „gestattete". Kolomojskyj setzte erst vor wenigen Wochen auch auf den russischen Präsidenten Putin ein Kopfgeld von 100 Millionen Euro aus.
  • Maßgeblich beteiligt am Massaker waren Kräfte des sogenannten „Rechten Sektors", der dieser Tage als zugelassene politische Partei registriert wurde.
  • Die ganze Mordaktion lief unter dem Codenamen „Ha'ola" (abgeleitet von dem Ausdruck „Mizbeach Ha'ola", was auf Hebräisch bedeutet: „der Altar des Opfers".

Angesichts dieser Einzelheiten ist die anhaltende Kooperation westlicher Regierungen - auch der deutschen - mit den Machthabern in Kiew bemerkenswert. Nach dem Kiewer Putsch im Februar gehörte die Bundesregierung zu den ersten westlichen Regierungen, die die rechtsnationalistische Putsch-Junta in Kiew anerkannten. Gleichzeitig betreibt die Bundesregierung in Deutschland das Verbot der Rechtspartei NPD, die sich - anders als die Kiewer Übergangsregierung - keinerlei Menschenrechtsverletzungen, keine Beteiligung an Pogromen und keine Verfolgung politischer Gegner hat zuschulden kommen lassen, wie sie in der Ukraine inzwischen an der Tagesordnung ist.

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